Der Rheinauer Psalter

Meisterwerk der Buchmalerei um 1260

Kunstbuch-Edition: Rheinauer Psalter
Rheinauer Psalter, Kunstbuch-Edition, p. 62-63
Rheinauer Psalter, Kunstbuch-Edition, p. 74-75

Die Kunstbuch-Edition auf einen Blick

288 Seiten. Dekorativer Leinenschuber, den eine Bildseite mit Christi Auferstehung als dem wohl bekanntesten Motiv aus der Handschrift schmückt.
Wiedergabe der 19 Miniaturen- und Initialzierseiten und ausgewählter Textseiten im Originalformat des Rheinauer Psalters von 26,8 x 18,5 cm.
Einführung in die Handschrift und ihre Entstehungszeit von Christoph Eggenberger / Marlis Stähli mit Erläuterungen und ausführlichen Bildbeschreibungen. Spezialbeitrag zur Maltechnik von Doris Oltrogge / Robert Fuchs.
Original-Faksimiledoppelblatt in separater Leinenmappe.

Mit dem Rheinauer Psalter verwahrt die Zentralbibliothek Zürich ein bedeutendes Meisterwerk der gotischen Buchmalerei des 13. Jahrhunderts in ihren Beständen (Signatur: Ms. Rh. 167). Strahlende Miniaturen von höchster Qualität, Initialzierseiten und zahlreiche Initialen illustrieren die 150 Psalmen des Alten Testaments.

Als eine der ersten Psalterhandschriften war der Rheinauer Psalter nicht für ein Kloster bestimmt, sondern wurde von einer hochgestellten Privatperson in Auftrag gegeben. Der uns nicht näher bekannte Bischof, Abt oder Mäzen nutzte den kostbaren Psalter für das persönliche Gebet. Entstanden ist das Werk allerdings nicht im Benediktinerkloster Rheinau, wie es die Bezeichnung des Psalters nahelegt, sondern wohl in Konstanz um 1260. Durch das Rheinauer Kloster wurde er 1817 auf einer Auktion in Schaffhausen erworben. Die leuchtenden Farben, insbesondere die intensiven Rot- und Blautöne, machen eine Nähe zu einer Glasmalerei-Werkstatt wahrscheinlich. Die Miniaturen des Rheinauer Psalters stehen am Übergang von den streng geometrisch-linearen Faltengebilden des deutschen Zackenstils zu den raumgreifenden Figuren, wie sie etwa am Straßburger Münster zu sehen sind – ein spannender Wandel, der sich auch innerhalb des Rheinauer Zyklus beobachten lässt.

Die Kunstbuch-Edition mit einem Original-Faksimiledoppelblatt aus dem Quaternio Verlag Luzern bietet erstmals einen direkten Zugang zu diesem Meisterwerk. Alle Bildseiten, Initialzierseiten und ausgewählte Textseiten werden im Originalformat der Handschrift wiedergegeben. Ausführliche Beschreibungen zu jeder Miniatur vermitteln ein lebendiges Bild von der Kreativität der Buchmaler und geben Hinweise auf den regen Austausch der Handschriftenzentren im 13. Jahrhundert. Ein Beitrag führt in die Maltechnik und die Geheimnisse der Buchherstellung ein. Lernen Sie die Unterschiede kennen zwischen Silber und Blei, Gold und Zwischgold und entdecken Sie zahlreiche Details in den Mikroskop-Aufnahmen!

Mit dieser Publikation liegt die erste wissenschaftlich fundierte monographische Darstellung dieses „außergewöhnlich reich und anspruchsvoll illustrierten Psalters“ (Swarzenski) vor, die hohen Ansprüchen genügt.

Helmut Engelhart
ISALonline, 15.08.2013

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